
ME/CFS
Pacing bei ME/CFS und Post Covid
Pacing ist eine wichtige Methode zur Überwindung von Erschöpfungssymptomen bei postviralen Syndromen z.B. Myalgische Encephalomyelitis, chronisches Fatigue Syndrom und Post-Covid. Es kann mit „sich selbst das richtige Tempo vorgeben“übersetzt werden und beruht auf präventivem Selbstmanagement.
Ziel dabei ist es, das eigene Energielevel zu erkennen lernen und Aktivitäten danach zu bewerten und zu steuern, damit Überlastungen im Alltag keinen Crash (PEM) auslösen und der Genesungsverlauf reduziert wird.
Mit Hilfe von verschiedensten, individuellen Werkzeugen lernt der/die Betroffene die eigene Energiereserve wieder zu kalkulieren und den Alltag danach zu gestalten. Hilfsmittel werden erprobt, ein Netzwerk aufgebaut und Erfolge gefeiert.
Familienangehörige, Freunde und Lehrer/Kollegen werden mit einbezogen und sind ein Teil im Genesungsprozess.
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Autogenes Training
Das autogene Training wird in drei Stufen gegliedert:
Die Grundstufe (früher als Unterstufe bezeichnet):
Ihre Techniken wenden sich an das vegetative Nervensystem.
Die Mittelstufe:
Ihre Methoden bezwecken die Beeinflussung des Verhaltens durch formelhafte Vorsatzbildung.
Die Oberstufe:
Ihre Methoden erschließen unbewusste Bereiche des Trainierenden.
Die Anwendungsbereiche des autogenen Trainings bestehen für gesunde Menschen vor allem im Sport, in der Managerschulung, in der Vorbeugung gegen Burnout Syndrom und im Bereich des Lernens. Gesunde Menschen nutzen vor allem die Techniken der Grundstufe und der Mittelstufe.
Medizinische Indikationen für das autogene Training sind klassischerweise Neurosen, phobische Störungen und psychosomatische Erkrankungen, zum Beispiel Flug und Platzangst, Magengeschwüre und Begleittherapien bei Krebserkrankungen.
Die Grundstufe besteht aus sechs Übungen:
- Erleben der Schwere
- Erleben der Wärme
- Herzregulierung
- Atmungsregulierung
- Bauchwärme
- Stirnkühlung
Jede dieser Übungen basiert auf der Suggestion eines ruhigen Körperzustandes. Die Wirksamkeit der Technik beruht auf der Annahme, dass der ruhige Körperzustand die Beruhigung des psychischen Zustandes hervorrufen kann, umgekehrt also zur bekannten Erfahrung, dass eine innere Erregung körperliche Spannungen auslöst. Suggestionen erfolgen in einfachen, kurzen Sätzen. Die einzelnen Übungen dauern zwischen 3 und 15 Minuten. Sie können zunächst durch einen Trainer oder durch einen Tonträger angeleitet werden.
Ziel ist die Verinnerlichung der Übungen und somit letztlich die Herbeiführung der Entspannung ohne Hilfsperson oder technisches Hilfsmittel.